http://ec.europa.eu/agriculture/rural-development-2014-2020/index_de.htm
Mit Unterstützung durch das Sozialministeriumservice
Im Zuge der ersten TAGE DER HEIMISCHEN LITERATUR wurde am 15. Mai 2026 die Eröffnung des Themenweges „MARIA SAAL – DAS DORF DER DICHTER“, gefeiert.
An diesem Wochenende hat Maria Saal ein sehr kräftiges Lebenszeichen in punkto Literatur gezeigt:
Freitag, 15. Mai:
In einem sehr feierlichen Rahmen wurde im Haus der Geschichte daran erinnert, dass Maria Saal
der Geburtsort des Bachmann-Preises ist. Die beiden literaturbegeisterten Maria Saaler Humbert Fink und Ernst Willner gründeten vor 49 Jahren diesen Literaturpries. Heuer
jährt er sich zum 50-igsten Mal und Ingeborg Bachmann hätte im Juni ihren 100-sten Geburtstag.
Es wurde auch daran erinnert, dass der Tonhof der Familie Lampersberg ca. zwei Jahrzehnte lang die Sommerresidenz der literarischen Avantgarde der
Nachkriegszeit war. Im Tonhof gingen Künstler ein und aus, welche heute aus der deutschsprachigen Literatur-Szene nicht mehr wegzudenken sind (Peter Turrini, Thomas Bernhard, HC Artmann, Wolfgang Bauer, Peter Truschner, Christine Lavant, Josef Winkler
u.a.).
Rezitiert wurden: Ingeborg Bachman (von Heinz Bachmann und Anja Knafl), Peter Truschner (von Heiner Hammerschlag), HC Artmann (von Christian Urban)
und Christine Lavant (von Karlheinz Stöflin). Den
großen Schriftstellern von damals hat Maria Saal mit dem Themenweg ein ewiges Denkmal gesetzt.
Unter den vielen Ehrengästen befand sich auch Dr. Heinz Bachmann, der Bruder von Ingeborg Bachmann. Er hat aus Texten seiner Schwester rezitiert und damit den Geist von Ingeborg Bachmann in einer an Authentizität wohl kaum überbietbaren Form in den Raum gebracht.
Für die gefühlvolle musikalische Umrahmung sorgten in gekonnter Weise Manuela Aigner und Bruno Unterberger.
Samstag, 16. Mai
Während der Freitag der literarischen Vergangenheit Maria Saals gewidmet war, wurde am Samstag der Fokus auf die literarische Zukunft Maria Saals gerichtet.
Als Einstieg wurde durch den Schriftsteller Karlheinz Stöflin seine Sicht des Status quo der regionalen Literatur-Szene kritisch dargelegt und dabei wurden jene
Schwierigkeiten aufgezeigt, mit denen die Schriftsteller* Innen von heute zu kämpfen haben.
Im Lichte dessen ist es mehr als erfreulich, dass der Domverein Maria Saal in Kooperation mit Literatur a la Carte in Erwägung zieht, ab nun jährlich einen Lesecontest
auszuschreiben, bei dem allen Bewerber*Innen die Möglichkeit geboten werden wird, sich live auf einer Bühne dem Publikum mit Auszügen aus eigenen Werken zu präsentieren. Es soll eine
mehrköpfige Literatur-Fach-Jury geben, welche Hinweise und Anmerkungen macht. Die Hauptjury soll jedoch das Publikum sein.
Einen Vorgeschmack auf diese in Planung befindlichen TAGE DER HEIMISCHEN LITERATUR 2027 ff, gaben Anja Knafl, Christian Urban und Karlheinz Stöflin in Form einer heiteren und
erfrischenden Lesung aus ihren Werken.
Den Höhepunkt der Samstagveranstaltung bildeten die von Heinz Bachmann live erzählten Erinnerungen an die tragischen Stunden vor dem Ableben seiner
Schwester. Dies hat eine sehr persönliche und sehr berührende Atmosphäre geschaffen. Dr. Heinz Bachmann rezitierte dabei aus seinem Buch: Ingeborg Bachmannn, meine Schwester“
Als eine nette Überraschung zum Abschluss des Abends gelang eine spontan inszenierte, launig gehaltene Doppelconference von Dr. Heinz Bachmann und Karlheinz Stöflin. Für die musikalisch sehr
stimmige Umrahmung am Samstagabend sorgte Maxime Ganz (GMPU) mit Violon-Cello-Musik von Bach und Pachelbel.
Beide Abende wurden gekonnt moderiert vom neuen Domvereins-Obmann-Stellvertreter Josef Czechner.
Am Sonntag, den 17. Mai stand der Dom zu Maria Saal zum Abschluss des Kulturwochenendes ganz im Zeichen der Aufführung von Georg Friedrich Händels Oratorium "The Messiah" aufgeführt vom Monteverdi Akademie-Chor und dem Orchester Lorenzo da Ponte aus Venedig bzw. Asolo.
Ein sehr gelungenes, großes und auch nachhaltiges Projekt in Kooperation mit Domverein, Literatur und Musik a la Carte, Marktgemeinde Maria Saal, Tourismusregion Klagenfurt am Wörthersee, Jeunesse Kärnten, Maria Saaler G`Leit und Seniorenbund Maria Saal.
Auf Wunsch mit Umgebung-Dombezirk, Wehrgraben und zeitgenössischem Kreuzweg oder mit Aufstieg in den Kirchturm zur Großen Glocke
Dauer ca. 60 Minuten
Kreuzwegführung
mit spiritueller Begleitung
ca. 30 Minuten
nur gegen Voranmeldung!
Im Zentrum der spirituellen Einstimmung stand das Johannes-Evangelium "von den Menschenfischern" und deren Sogwirkung durch Beispielgabe, nicht durch Belehrung.
Der Jahresbericht erfolgte in Form einer Foto-Präsentation über die Veranstaltungen und Aktivitäten des letzten Vereinsjahres und war geprägt von großer Dankbarkeit.
Im Zuge der Generalversammlung wurde Prof. Dr. Alfred Ogris nach umfangreicher und amikaler Laudatio durch Univ. Prof. i. R. Dr. Hermann Kautschitsch zum Ehrenmitglied des Domvereins ernannt.
Mit Unterstützung durch das österreichische Sozialministeriumservice und Sponsoring durch die Trachtengruppe Maria Saal können seit 21. 10. 2025 auch alle Veranstaltungen im Obergeschoss des Hauses barrierefrei erreicht werden.
Operettenmatinee
"Literatur traf Operette"
FRÜHLING IN WIEN
Sonntag, den 25. 5. 2025
um 11.15 Uhr
Haus der Begegnung Maria Saal
Die koreanische Sopranistin
Yuyu Wang aus Wien sang Robert Stolz und wurde dabei von der Pianistin Katharina Foung begleitet.
Diese Neuerscheinung des langjährigen Leiters des Kärntner Landesarchivs i. R. , Dr. Alfred Ogris über die "Bruderschaft der Armen Leute" oder auch "Dreifaltigkeits-Bruderschaft" von Maria Saal genannt, ist umfangreich und hintergründig recherchiert. (Analyse von rund 15.000 Bruderschafts-Mitgliedern) Auf Basis der Signatur Nr. 45 im Archiv der Diözese Gurk, welche ihren Ursprung in der Kapitel-Bibliothek von Maria Saal hat, werden geschichtliche Zusammenhänge aufgezeigt. Bisher wenig beachtete Hintergründe werden neu interpretiert und spannende Aspekte schlüssig und verständlich erklärt und belegt.
Mit etlichen Illustrationen und Querverweisen auf verschiedene Geschichtsschreiber dieser Zeit wie Jakob Unrest oder Michael Gothard Christalnik zeigt der Autor in dem knapp 700 Seiten umfassenden Werk ungewohnte Aspekte und neue Perspektiven der Geschichtsbetrachtung auf. Beim lesen entsteht - ohne viel Fantasie - ein interessantes Verständnis von "den Maria Saaler Verhältnissen" und von der enormen Bedeutung Maria Saals in der kirchlichen, politischen und sozialen Entwicklung Kärntens über die Jahrhunderte hin.
Die Bedeutung der Maria Saaler Bruderschaft mit ähnlichem Zweck und nahezu gleichen Zielen wie sie der heutige Domverein verfolgt, wurde bisher wohl wesentlich unterschätzt: Diese Publikation legt nun die Vermutung nahe, dass die Armen-Bruderschaft von Maria Saal bereits vor ca. 500 Jahren einen großen Beitrag zu karitativen Bemühungen im Ort und zur Errichtung des Maria Saaler Domes in seiner bis heute erhaltenen grundlegenden Form beigetragen hat. Später, im 16. ,17. und 18. Jahrhundert war die Bruderschaft mit unterstützenden Mitgliedern aus ganz Europa weiter sozial tätig (Bruderhaus = Spital) und baute den Ruf Maria Saals als "die Mutter aller Kärntner Kirchen", als wundertätige Kirche und als überregional bedeutenden Marien- und Modestus-Wallfahrtsort weiter aus.
Der DOMVEREIN Maria Saal verfügt bereits über ausreichend Exemplare und stellt Ihnen diese auf Wunsch auch zu.
Das COVID-19 gerecht bestuhlte Haus der Begegnung war bis auf den letzten Platz gefüllt und alle Zuseher lauschten höchst interessiert und diszipliniert den Fragen und Antworten der drei international bekannten Maria Saaler.
Dr. Ernest Hötzl als international tätiger Dirigent tauschte sich auf spannende und informative Art mit den beiden jungen Sportgrößen Albin Ouschan (Billiard Einzel- und Doppelweltmeister) und Hanno Douschan (Cross Snowboard Vizeweltmeister und Olympionike) zu folgenden Themenbereichen aus:
- Was macht das Leben eines internationalen Profisportlers aus?
- Profisport und die Pandemie?
- Internationaler Profisport und was kommt danach?