5 Jahre Fassadenrestaurierung Maria Saal

 

 

Auslöser für die Restaurierung vor etwa fünf Jahren waren durchaus unerfreuliche Vorkommnisse. Immer wieder wurden - vor allem im Bereich der zwei Türme -herabgefallene Stein- und Putzbruchstücke am Kirchenareal entdeckt. In Folge dessen wurde auf Initiative des Bundesdenkmalamtes und der Diözese eine umfangreiche Untersuchung der Domfassade angeordnet, die zugleich als Abschlussarbeit für mein Studium am Institut für Konservierung und Restaurierung an der Universität für Angewandte Kunst in Wien diente.

Nach vielen Arbeitsstunden an der Kirche konnte schließlich ein Maßnahmenkonzept entwickelt werden - mit dem Ziel, die abwechselnd stein- und putzsichtigen Fassaden zu konservieren und gleichzeitig das gealterte Erscheinungsbild zu erhalten.

Die erste Umsetzung des ausgearbeiteten Konservierungs- und Restaurierungszieles erfolgte 2010 an einer Musterfläche, die an der Nordfassade angelegt wurde.

 

Im Jahre 2011 fiel dann der Startschuss zur Restaurierung der gesamten Fassade des Maria Saaler Domes. Da an den beiden Türmen bereits absturzgefährdete Teile bestanden wurden zuerst der Nordturm und die Westfassade eingerüstet. Das Gerüst mit einer Gesamthöhe von 35 m stellte uns unter anderem vor logistische Herausforderungen: Neben dem Transport neuer Gesimssteine nach oben sowie die teils schwierigen und nicht ungefährlichen Sicherungsmaßnahmen am Altbestand waren gerade beim Verfugen des steinsichtigen Bruchsteinmauerwerkes  Ausdauer und Präzision gefragt.

 

Im Sommer 2012 wurden die Restaurierungsmaßnahmen am Südturm fortgeführt. Im Vordergrund dieser Etappe standen die Sicherung von brandgeschädigtem und daher rotverfärbten Gestein sowie die Putzkonservierung, insbesondere am ehemaligen Ziffernblatt und am Maßwerkfries. Die Instandsetzung der Schallfenster im Glockengeschoß umfasste unterschiedlichste Maßnahmen, zu denen die Verbleiung der Sohlbänke und die Wiedermontage der Metallläden an der Westöffnung gehörten. In Erinnerung bleibt natürlich auch die unglaubliche Hitze in den Sommermonaten, die wir deutlich an der Fassade zu spüren bekamen.

 

Im darauffolgenden Jahr startete die umfangreichste Etappe. Bereits im Frühjahr 2013 wurden die aus mehreren Jahrhunderten stammenden Fresken und Putzoberflächen an der Südfassade behutsam konserviert ohne dabei das charakteristische Erscheinungsbild zu verfälschen. Konnten die Arbeiten hier noch mit einer kleinen Arbeitsbühne durchgeführt werden, brauchte es für die Maßnahmen an der südlichen Querhauswand Industriekletterer die mit Mörtel und Spachtel ausgestattet wurden. Zahlreiche Arbeitsstunden flossen dann in die Restaurierung der Haupt- und Nordapsis. Hier gab es nicht nur Schäden an den aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammenden Glasmalereien, sondern auch an den filigranen gotischen Maßwerken aus Sandstein. Darüber hinaus mussten viele Ergänzungen mit Steinersatzmasse an den Gesimsen und Strebepfeilern ausgeführt werden.

 

Im Juni 2014 wurde mit den Restaurierungsarbeiten am  letzten Fassadenabschnitt des Domes begonnen. Die Maßnahmen konzentrierten sich auf die Oberflächenreinigung und Reduzierung des starken biogenen Bewuchses an den nördlich gelegenen Bauteilen. Die Instandsetzung der Stufenanlage am Nordportal bestehend aus vergleichsweise großen Marmorblöcken, und die Putzkonservierung an der Querhauswand zählten unter anderem zu den letzten durchgeführten Arbeitsschritten.

 

Ein besonderer Augenblick der jährlichen Arbeitsetappe war sicherlich stets der Tag der Abrüstung. Erst in diesem Moment wurde das Ausmaß der gemeinsamen Arbeitsstunden ersichtlich und die Erleichterung war groß, wenn sich der restaurierte Fassadenabschnitt in einem gepflegten aber dennoch gewohnten, charakteristisch gealterten Erscheinungsbild präsentierte.

Erreicht wurde dieses Ergebnis durch die gute Zusammenarbeit mit Auftraggeber, Bundesdenkmalamt und Restauratoren, Steinmetzen, Spenglern, Schlossern, Glasrestauratoren, Zimmerern, Malern die sich in der Baudenkmalpflege bewährt haben.

 

In diesem Sinne möchten wir uns recht herzlich bei Stiftspfarrer Josef-Klaus Donko, dem ganzen Pfarrteam und den Dom-Laden-Mitarbeiter/innen für jegliche Unterstützung, Verpflegung und Auskünfte bedanken. Ein weiteres großes Dankeschön ergeht an allen beteiligten Behörden und ausführenden Firmen. 

Es war uns eine Freude und Ehre am spätmittelalterlichen Dom von Maria Saal arbeiten zu dürfen und einen Beitrag zur Bewahrung eines der schönsten und bedeutendsten Kulturdenkmäler von Kärnten geleistet zu haben.

 

Bettina Unterberger,  Robert Smoley

& Team

Domkomitee „Rettet den Maria Saaler Dom“

„Rettet den Maria Saaler Dom“ war das bezeichnende Motto des Komitees der Domrestaurierung von 2010 - 2015. Aufgabe des Komitees war es, Organisationen, Vereine, Firmen und Privatpersonen zu animieren, durch Spenden einen Beitrag zur dringend notwendigen Restaurierung der Außenfassade unseres über die Gemeinde- und Landesgrenzen hinaus berühmten Maria Saaler Domes zu leisten.

Wichtige Medienpartner der Aktion „Rettet den Maria Saaler Dom“ waren die Kleine Zeitung und der ORF Kärnten, die die zahlreichen Aktivitäten von Anfang bis Ende medial unterstützten. Durch diese Kooperation ist es dem Komitee gelungen, von 2010 bis 2015 einen Spendenbeitrag über 300 000 € für die Restaurierung der Außenfassade aufzubringen und somit einen wesentlichen Teil der Gesamtkosten dieses Jahrhundertprojektes abzudecken.

Eine Vielzahl von Aktivitäten - vom Verkauf von eigens gestalteten Glückwunschkarten bis hin zu kleineren und großen Benefizveranstaltungen - trugen zu diesem einzigartigen Ergebnis bei. Die Bereitschaft der  Maria Saaler Bevölkerung von Jung bis Alt, sich für die Erhaltung „ihres Domes“  einzusetzen, war sehr groß. Sehr viele Menschen haben über Gemeinde- und Landesgrenzen hinaus ihre Identität mit diesem „Kulturjuwel“ im historischen Zentrum Kärntens durch ihre Beiträge zum Ausdruck gebracht. Allen sei hier uneingeschränkt unser Dank ausgesprochen.

Ein großes Dankeschön allen Vereinen, Institutionen und Privatinitiativen, die durch die selbstlose Gestaltung von Benefizveranstaltungen für die große Spendenfreudigkeit der Menschen gesorgt haben.

Der Maria Saaler Dom präsentiert sich nun „in neuem Gewand“, von weitem sichtbar mit den beiden markanten Türmen, und lädt alle BesucherInnen ein, die reichhaltige Geschichte und die spirituelle „Kraft“ dieses faszinierenden Bauwerkes zu erfahren.  

 

Für das Domkomitee

Dir.i.R. Richard Brachmaier

2015

Die Aktion „Rettet den Maria Saaler Dom“

erreicht heuer ihr Ziel

Nach gemeinsamer Kontrolle der Abrechnungen für die Restaurierungsetappe 2014 – Nordfassade - mit der Bauabteilung der Diözese können wir mitteilen, dass die für die Baustufe 2014 vorgesehenen Kosten gut im Rahmen geblieben sind. Dabei wurde im Spätherbst 2014 auch noch das Stufenportal auf der Nordseite, die Rundbogentüre-Nord und die Wendeltreppe zum ehemaligen Propstei-Verbindungsgang restauriert.

Für die nunmehr letzte Etappe 2015 sind folgende Renovierungsarbeiten technisch und kaufmännisch vorbereitet und inzwischen auch bereits Großteils beauftragt:

·        Reparatur der Turmaufgänge

·        Renovierung der Sitzbänke mit Erneuerung der Podeste

·        Verbesserung der Beleuchtung im Dom

·        Modernisierung der Tonanlage im Dom

Weiters wird für 2015 angestrebt, die Fassade des Oktogons und das „Friedhofskreuz“ beim Graben zu renovieren.

Die Gesamtkosten aller Vorhaben betragen € 95.000,--. Wenn die Kirchenbankheizung auch erneuert werden würde, würde das zusätzlich € 30.000,-- betragen.

Die Pfarre muss insgesamt € 70.000,-- aufbringen.

Das Domrenovierungskonto verfügt derzeit über ein Guthaben von ca. € 33.000,-.

Wir sind guter Dinge, durch weitere Spenden aus der Bevölkerung und zusätzliche, in Aussicht gestellte Beteiligungen von Bundes-Denkmalamt, Diözese Gurk-Klagenfurt, Land Kärnten und Marktgemeinde Maria Saal alle noch geplanten Renovierungsschritte umsetzen zu können.

Wir bedanken uns an dieser Stelle herzlichst für alle bisherigen Unterstützungen und Ihre Spendenfreudigkeit! Es tut wahrlich gut, zu erkennen, wie sehr die Erhaltung unseres schönen Doms den Maria Saalerinnen und Maria Saalern am Herzen liegt.

Spendenkonto:                       AT06 3940 4000 0002 2707 Raika Maria Saal

Schluss.Stein.Fest.Kommt

Für den 25. Oktober 2015 wird eine würdige Feier zum Abschluss der umfangreichen Renovierungsarbeiten der letzten Jahre vorbereitet. Die Pfarre Maria Saal möchte sich bei all den unzähligen helfenden Händen und Spendern mit einem Domfest bedanken.

Restaurierungsarbeiten 2014

Im Zeitplan befinden sich die Arbeiten zur Restaurierung des über unsere Grenzen hinaus bekannten Maria Saaler Wallfahrtsdomes. Das „Bauende“  ist mit dem Jahr 2015 fixiert. Kürzlich begann das Restauratorenteam mit der Restaurierung der von Wind und Wetter sehr angegriffenen Nordseite. Die Kosten für diesen Bauabschnitt betragen laut Kostenaufstellung der Bauabteilung des Bischöflichen Ordinariats 155 000 €. Davon muss die Pfarre 65 000 € durch Eigenmittel aus Spenden und Eigenleistungen aufbringen. Im Detail:

Kosten: 4. Etappe – Nordfassade Maria Saaler Dom

Fassadenrestaurierung          61 000 €

Gerüstung                                7 000 €

Fassadenreinigung                   1 500 €

Glasrestaurierung                  65 000 €

Gesimsabdeckungen                5 000 €

Dachreparaturarbeiten           3 000 €

Zusatzarbeiten                         6 500 €                                

Summe                                  155 000 €

 

Benefizveranstaltungen für die Domrestaurierung

 

Carinthian Saxophon Quartett

Das Publikum erlebte einen hinreissenden Konzertabend mit vier "Spitzensaxophonisten" aus Kärnten im voll besetzten Haus der Begegnung. Musikschullehrer Gilbert Sabitzer an der Musikschule Maria Saal - er spielt Sopran- und Altsaxophon - moderierte die verschiedensten Musikstücke vom Barock bis ins 21. Jahrhundert in lebhafter und humorvoller Art und Weise. Der musikalische Bogen reichte von Motetten des 13. Jahrhunderts bis herauf ins 21. Jahrhundert mit Werken von Gershwin, Sting, Beatles und Desmond. Auch eine Komposition von Hans Peter Stinnig, einem Kärntner Komponisten, wurde im schönen Ambiente des Kulturhauses uraufgeführt.

 

Summertime am Domplatz

Am 28. Mai abends war der Domplatz eingehüllt in chillige Jazzmusik. GentleGame (eine steirische Jazzformation mit der Maria Saaler Sängerin Doris Figge) verzauberte das Publikum mit Titeln wie z.B. Summertime, All of me, A Night like this und anderen Ohrwürmern. Die einzigartige Kulisse des Domplatzes, dezente Beleuchtung und wärmende Feuerschalen halfen, die doch nicht so laue Vorsommernacht im Freien zu genießen. Dazu servierte unser Wirt Mario aus der Kost-Bar kulinarische Köstlichkeiten und ausgesuchte Weine.Wir freuen uns, dass dieser Abend mit einem doch etwas anderem, neuen Programm von unseren Gästen und Freunden gut angenommen wurde und danken der Band GentleGame und Mario Sturm von der Kostbar für die gute Zusammenarbeit im Dienste der guten Sache.

Ein herzliches Dankeschön dem Organisationsteam Erwin und Doris Figge, Marianne und Hermann Jordan, Ulrike Winkler, Martin Rupitz



„Gebet“ am 27. September 2014

Leo Hutter, ein Maria Saaler, sang sich mit seiner klaren hellen Tenorstimme, hervorragend von Miriam Pogelschek aus dem Rosental auf der berühmten Jäger-Orgel  begleitet, in die „Herzen des Publikums“. Wenn man so einen großen Kirchenraum mit seiner Solostimme „ausfüllen“ kann, dann zeugt das von einer großartigen sängerischen Leistung. Das Publikum dankte ihm und der hochtalentierten jungen Organistin mit stehenden Ovationen. Die Auswahl der Werke reichte von Georg Friedrich Händel über Johann Sebastian Bach, Hugo Wolf bis Pietro Mascagni, also über 4 Jahrhunderte der Kirchenmusik. Inhaltlich stand das „Gebet“ im Mittelpunkt. In verschiedenen Kompositionen verspürte man, was ein Gebet bewirken kann: es bringt Hoffnung, es lindert Leiden, es „ruft“ nach Frieden. Stiftspfarrer Mag.  Josef Klaus Donko und Richard Brachmaier als Koordinator der Aktion „Rettet den Maria Saaler Dom“ bedankten sich herzlich bei Leo Hutter und Miriam Pogelschek für ihre Bereitschaft, den Reinerlös der Veranstaltung für die Domrestaurierung, die im Jahr 2015 in die letzte Bauphase geht, zu spenden. 


Klavierabend mit Oliver Malle am 7. November 2014

Im Haus der Begegnung fand ein Klavierkonzert der „Extraklasse“ des jungen hochtalentierten Klaviersolisten Oliver Malle, Maria Saaler Gemeindebürger, vor einem begeisterten Publikum statt. Oliver Malle mit fertigem Medizinstudium und Absolvent an der Kunstuniversität in Graz für Klavier (auch kurz vor dem Abschluss) präsentierte Werke von G.F.Händel, J.S. Bach, G. Rossini, H. Wolf, P. Mascagni und eine beeindruckende Eigenkomposition. Der noch nicht einmal 24-jährige spielte mit einer Präzision und einem besonderen Einfühlungsvermögen in jedes der Klavierstücke, dass das Publikum fasziniert war und auch noch Zugaben forderte. Der Reinerlös kommt wiederum der Domrestaurierung im kommenden Jahr zu Gute. Stiftspfarrer Josef Klaus Donko bedankte sich herzlich bei Oliver Malle und seiner Familie, die dieses Konzert ihres Sohnes großzügig unterstützten.

 

Viele Einzelpersonen, Vereine und Organisationen aus unserer Gemeinde, aus allen Teilen Kärntens und darüber hinaus haben bisher für die Erhaltung des Domes, der sich über Jahrhunderte zu einem internationalen spirituellen Wallfahrts- und Kulturzentrum in Kärnten entwickelte, gespendet. Auch für die letzten Bauabschnitte 2014 und 2015 ersuchen wir Sie daher höflichst um eine Spende für dieses Jahrhundertprojekt. Spendenkonto mit Abschreibmöglichkeit: AT69 3940 4000 0002 3028.

Das Aktionskomitee “Rettet den Maria Saaler Dom” bedankt sich sehr herzlich bei allen SpenderInnen für die eingegangenen Spenden zur Domrestaurierung.

Restaurierungsarbeiten 2013

Chorrestaurierung Maria Saal

Zu Beginn des heurigen Sommers wurde die repräsentative Haupt- und die kleinere Nordapsis der Marienkirche eingerüstet. Ein wesentlicher Schwerpunkt der diesjährigen Restaurierungsetappe waren die bis zu 10 Meter hohen Maßwerkfenster. Neben Schäden an den aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammenden Glasmalereien, zeigten sich besonders die filigran gearbeiteten gotischen Maßwerke aus Sandstein in einem schlechten Zustand. Rostbraune Verfärbungen auf dem Stein, die durch die bereits korrodierten Hagelgitter der Fenster verursacht wurden, prägten das Erscheinungsbild. Fest anhaftende schwarze Schmutz- und Gipsschichten am Stein, sorgten bereits für ein entfestigtes Gefüge bis hin zu Formverlust.

Sämtliche Glasfelder sowie Wind- und Sturmstangen wurden von den zwei beauftragten Glasrestaurierungsfirmen ausgebaut und in deren Ateliers bearbeitet. Zur temporären Schließung der Fensteröffnungen wurde einfaches Scheibenglas montiert. In dieser Zeit konnten die aufwendigen konservatorischen und restauratorischen Arbeiten an den Maßwerken begonnen werden. Nach der Reduzierung der dunklen Gipsschichten mittels Sandstrahlen erfolgte eine strukturelle Festigung mit Kieselsäureester. Weiters wurden Bruchstücke abgenommen und wieder an ihrer ursprünglichen Position verklebt. Risse traten vereinzelt an den Maßwerkstegen auf, die durch punktuelle Harzinjektionen und teils Verstiftungen gesichert wurden. Zwischen den Werksteinen mussten Neuverfugungen durchgeführt werden. Bereichsweise erfolgten kleinere formale Ergänzungen an den Maßwerken. Eine weitere wichtige Maßnahme die am Chor, wie auch am Nord- und Südturm durchgeführt wurde, war die Herstellung der Wasserableitung an den Strebepfeilerabdeckungen und –abtreppungen sowie am umlaufenden Kaffgesims unterhalb der Fensterzone. Hierfür wurden Steinergänzungen mit Mörtel und entsprechenden Armierungsankern aufgebracht, die sich dem umliegenden Naturstein in Farbe und Struktur anpassen. Großflächige Putzhinterfüllungen und Randsicherungen mussten an der fensterlosen Nordwand des Hauptchores vorgenommen werden. Darüberhinaus benötigte der aus Marmor gefertigte allbekannte „Baumeisterkopf“, eine Oberflächenreinigung, eine Festigung und Rissschließungen um allgegenwärtige Verwitterungsprozesse zu reduzieren. Das Konzept der Bleiblechabdeckungen an den exponierten Horizontalflächen wurde auch am Chor umgesetzt.

Ende August wurden die gereinigten und restaurierten Glasfelder wieder montiert. Die Hagelgitter bekamen eine neue Bespannung und einen Neuanstrich.

Die Chorfassade zeigt sich bereits ohne Gerüst, Ende September werden noch die letzten Maßnahmen an der Sockelzone sowie kleinere Arbeiten an der Südfassade folgen.

 

Bettina Unterberger

Andrea Hackel

Robert Smoley und Team

SANIERUNG WURDE UNAUFSCHIEBBAR

Regen, Feuchtigkeit und Frost, sowie Pflanzenwuchs in Form von Moosen und Flechten schädigen seit Jahrhunderten die Bausubstanz ganz massiv. Kleinere, aber auch größere Steine und Mörtelteile fallen herunter und gefährden Menschen vor allem im Bereich der beiden Zwiebeltürme. Dort wurde im Jahr 2011 mit der dringend notwendigen Restaurierung begonnen.

Südturm 2012
Südturm 2012

Mit der Initiative „Rettet den Maria Saaler Dom“ sollen die finanziellen Mittel für die dringend notwendigen Restaurierungsmaßnahmen der Fassade des Maria Saaler Doms bis 2015 aufgebracht werden, die sich auf insgesamt 1 Million Euro belaufen. Davon müssen 600.000 Euro von der Pfarre aufgebracht werden.

Die ersten beiden Bauphasen mit der Restaurierung des Nord- und Südturmes in den Jahren 2011 und 2012 sind abgeschlossen und ausfinanziert.

Mit der 3. Bauphase im Jahr 2013 erfolgt die Restaurierung der Chorschlussfassade. Folgende Restaurierungsmaßnahmen werden durchgeführt: Fassadenrestaurierung und -reinigung, Glasfensterrestaurierung (7 Fenster), Gesimsabdeckungen, Dachreparaturarbeiten, Steinmetzarbeiten.

 Die Finanzierung der Gesamtkosten von 170 000 € erfolgt durch:

Diözese 25 000 €, Land Kärnten 30 000 €, Bundesdenkmalamt 30 000 €, Eigenmittel der Pfarre + Spenden 85 000 €